Jagd & Gesellschaft: Eine Beziehung im Wandel

Im Kulturzentrum Stieglerhaus wurde über die präsentierten Themen diskutiert

Die Jagd in Zeiten veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingung, war das Thema eines Vortragsabends in St. Stefan ob Stainz.

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m Donnerstagabend, dem 30. Oktober 2025, konnte August Schmölzer im vollbesetzten Saal des „Stieglerhauses“ als Referenten Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof, Präs. Franz Meran sowie die Hubertusbrüder Bezirksjägermeister Johann Silberschneider und Hegeringmeister Andreas Hartbauer begrüßen. Besonders erfreulich: Mehr als 30 Prozent des Publikums kamen nicht aus der Jägerschaft.

Franz Mayr-Melnhof berichtete in seiner Eigenschaft als Präsident von Jagd Österreich über den aktuellen Stand der Jagd in Österreich, vor allem in Hinblick der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit der Jagdverbände. Besonders hob Mayr-Melnhof die „Naturwelten“ in Mixnitz hervor, wo man erfolgreich die Jugend über Wild und Wald informiert und so das Verständnis für die Jagdausübung fördert.
Bezirksjägermeister Silberschneider ging in seinem Impulsreferat über die Entwicklung der Jagd im urbanen Umfeld ein. Besonders wichtig war es ihm, die Leistungen der Jägerschaft für den Schutz gefährdeter Wildtierarten sowie für die Denaturierung darzustellen.
Hegeringmeister Hartbauer schloss den Reigen mit einem Erfahrungsbericht aus der Gemeindejagd St. Stefan ob Stainz und zeigte Perspektiven für Nachhaltigkeit und einer zeitgemäßen Entwicklung auf.
Der Präsident des steirischen Jagdschutzvereines, Franz Meran, spannte einen Bogen von seinem Urahnen Erzherzog Johann bis zur zukünftigen Ausrichtung des Vereines. Dem Jagdschutzverein, dem u. a. die Jungjägerausbildung obliegt, gehören derzeit mehr als 23.000 Jäger und Jägerinnen an.

Nach Beendigung der Veranstaltung, ergab sich im Kulturzentrum Stieglerhaus die Möglichkeit in gemütlicher Atmosphäre über die von den Referenten angesprochenen Themen zu diskutieren, was lebhaft in Anspruch genommen wurde.

Vergleichsschießen: „Hubertusbrüder“ vs. „Grünröcke“


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m Samstag, dem 28. Juni 2025, fand das heurige Vergleichsschießen der. Jägerclubs „Hubertusbrüder“ und „Grünröcke“ im Schießzentrum Zangtal statt.
Trotz heftiger Gegenwehr konnte das Team der Hubertusbrüder mit 342 Punkten den Sieg erringen. Mit 94 von 100 möglichen Punkten kürte sich Dr. Georg Salmhofer zum Schützenkönig. Die Grünröcke erreichten 270 Gesamtpunkte.

70 Jahre Orden des Silbernen Bruches

Übergabe des Förderpreises, v.l.: Dr. Siegert, Dr. Kranz, DI Mag. Dijaschtuk und Bezirksjägermeister-Stv. Dr. Hejny

Am 3. Juli 2025 feierte der „Orden der Silbernen Bruch“ mit Mitgliedern der Grazer Jägerclubs „Hubertusbrüder“ und „Grünröcke“ in den Naturwelten in Mixnitz sein 70-jähriges Bestehen.

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andesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau überbrachte die Grüße der Steierischen Jägerschaft, die weiters durch die Bezirksjägermeister Anton Karlon (Bruck/Mur) und Mag. Stephan Bertuch (Graz) vertreten war.

Nach Fachvorträgen von Ass.-Prof Dr. Anna Kübber-Heiss, Leiterin der Pathologischen Abteilung des Forschungsinstituts für Wildkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, über „Wildkrankheiten einst und jetzt“ und von Wildökologen Dr. Andreas Kranz über das Projekt „Wildkatzen – ausgestorben – ausgerottet – zurückgekehrt“, übergab DI Mag. Albert Dijaschtuk den Förderpreis des Ordens an Dr. Andreas Kranz.

Am reichhaltigen Buffet bot sich im Anschluss die Möglichkeit des fachlichen Austausches.

Hubertusbrüder spenden Kitzretter

BJM Mag. Neubauer (2. v. r.) freut sich über die „Kitzretter-Aktion“ der Hubertusbrüder

Jährlich fallen in Österreich mehr als 25.000 Rehkitze dem Mähwerk zum Opfer. Besonders in den Monaten Mai und Juni ist es daher wichtig, gezielte Maßnahmen gegen dieses Tierleid zu setzen.

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us diesem Grund übergab Rudolf Lobnig, Obmann des Grazer Jägerklubs „Hubertusbrüder“, zehn akustische Kitzretter an den Leibnitzer Bezirksjägermeister Mag. Wolfgang Neubauer. Diese Geräte sind mittels Magnethalterungen am Mähwerk befestigt und warnen durch akustische Signale nicht nur Rehkitze, sondern auch Hasen, Frösche und Reptilien vor der Gefahr.

Die Kitzretter stammen von Bernhard Zechner von der Kitzrettung St. Josef. Die Übergabe, die auf dem Anwesen der Familie Obendrauf in Lappach stattfand, wurde durch den Altbürgermeister von Wildon und Hubertusbruder Dir. Karl Kowald vermittelt.

Der Jägerklub Hubertusbrüder, der im kommenden Jahr sein 145-jähriges Bestehen feiert, plant, diese Aktion fortzusetzen, um möglichst vielen Wildtieren das Leben zu retten.