Sein 140-jähriges Bestehen feierte der Jägerclub „Hubertusbrüder Graz“ im Rahmen eines Sommerfestes im Winzerhaus „Sierling Eins“.
bmann-Stv. KommR. Gerhard Annawitt konnte bei strahlendem Wetter unter den Festgästen Hegemeister LAbg. Stefan Resch, den ehem. Obersten des Ordens vom Silbernen Bruch, Dr. Jürgen Siegert und die Ehrenmitglieder KommR Mag. Fritz Lengger und Univ.-Prof. em. Dr. Peter Leinzinger begrüßen.
Obmann Rudolf Lobnig umriss in kurzen Worten die Bedeutung des Jägerclubs: „1886 gründeten Herren der Grazer Gesellschaft unseren Jägerclub. In diesen 140 Jahren konnten viele Mitglieder ihren positiven Beitrag für die steirische Jagd leisten. Ich erinnere an Landesjägermeister Dr. Richard v. Kaan, an den Präsidenten des Jagdschutzvereines, Dr. Rudolf v. Fritsch, an Stabsjägermeister Karl Sedmak, dem Günder des Jagdmuseums und der Zeitschrift „Der Anblick“, Prof. Dr. Wilhelm Hoffer, an die Jagdschriftsteller Dr. Heribert Horneck und Prof. DI Wilhelm Brenner und natürlich an Heinrich Graf Attems, der 40 Jahre unseren Club als Obmann vorstand.
Aber auch heute sind wir mit den Bezirksjägermeistern Mag. Andreas Neubauer und Dir. Johann Silberschneider namhaft in der steirischen Jägerschaft vertreten. Fast alle Mitglieder sind Jagdpächter oder verfügen über Eigenjagden und sind bestrebt, getreu unseren Statuten, waidgerecht zu jagen und zu hegen. Der Naturschutz wurde schon 1886 in den Statuten verankert und viele Aktionen belegen das Engagement des Clubs. War doch auch der Präsident des Österr. Naturschutzbundes, w.Hofrat. Dr. Curt Fossel-Artenfels, ein aktives und treues Mitglied unseres Vereines.“
Der Dank des Obmannes erging an die Familie des Hubertusbruders Günter Schaar, die in ihrem Winzerhaus das Fest ausgerichtet haben und an Hubertusbruder Dr. Georg Salmhofer für die Organisation.
Mit der Aufnahme von Ing. Michael Vieltorf verfügt der Club über 40 Mitglieder und wird, wie Obmann Lobnig betonte, sich auch in den kommenden Jahrzehnten jagdlich engagieren.
Hegemeister LAbg. Resch überbrachte die Grüße von LH Kunasek und ging auf aktuelle Themen, wie die Umstellung des „Prädatoren Managements“ ein.
Umrahmt wurde das Fest von den Klängen der Jagdhornbläsergruppe „Erzherzog Johann“ aus Stainz sowie dem Trio „Stainz Stromlos Dreiviertel“.
Der Jäger kennt den Atem der Natur, ihren gleichmäßigen Pulsschlag und selbstverständlichen Rhythmus. Ihre Einfachheit und Ursprünglichkeit empfindet er als Glück. Der Jäger ist nicht der Feind des Tieres.
Er kennt vielmehr eine mystische Verbundenheit mit ihm, auch dann, wenn der Kampf elementar und tödlich ist.